Mein Vorname – Nomen est omen?

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Nenne deine(n) Vornamen.

Erzähle, wie es dir mit diesem Namen geht, ob du ihn magst oder nicht, ob du gerne anders geheissen hättest oder wie du gerne heissen würdest. Wie ist es (sofern bekannt) zu gerade diesem Namen gekommen? An welche Erlebnisse oder Erfahrungen erinnerst du dich in Zusammenhang mit diesem Namen?

Schreibe am Ende auch, wie du hier im Forum genannt werden möchtest!

 

Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

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  • #10488

    Bei diesem Thema habe ich ja schon ein bisschen vorgelegt!

    Mein Vorname ist Charles. Eigentlich französisch ausgesprochen, da ich nach dem französischen General de Gaulle benannt wurde. Ich wurde im Jahr 1953 geboren, eine Zeit in der der 2. Weltkrieg bei vielen noch sehr präsent war.

    Meine Mutter verehrte „La Resistance“, den französischen Widerstand gegen Nazi-Deutschland und alles was damit zu tun hatte. Ihre Familie stammt aus der Region Elsass-Lothringen und ich habe bis heute viel Verwandtschaft dort.

    Als kleines Kind habe ich geglaubt, ich sei mit dem grossen General verwandt und habe das auch in der Schule so weiter erzählt (was mir schon früh den Ruf eines Lügners einbrachte).

    In der Oberstufe haben meine Mitschüler aus dem (etwas steifen) Charles dann Charlie gemacht. Da ich schon damals die Peanuts sehr mochte, mochte ich auch meinen Namen. Eigentlich mag ich ihn bis heute, auch wenn ich nicht immer über all meine Namensvettern sehr begeistert bin.

  • #10493

    Mein Vorname ist Rahel.

    Als Kind und Teenie habe ich meinen Namen gehasst und geliebt. Gehasst habe ich ihn, weil es ein biblischer Name ist und ich habe schon als Kind mit Religion gehadert. Ich möchte diesen Touch an meinem Namen nicht. Erst recht nicht, weil ich weder meine Mutter noch meinen Vater jemals eine Bibel habe lesen sehen. Wir waren katholisch weil sich das so gehört und nicht weil es irgendjemandem in der Familie etwas bedeutet hätte.

    Geliebt habe ich meinen Vornamen, weil es unmöglich ist ihn auf die, typisch schweizerische Art abzukürzen. In der Region in der ich lebe werden Mädchennamen immer auf ä am Ende abgekürzt. Für die nicht CH unter uns: Andrea wird Ändlä, Nadia wird Nädlä, Christine wird Chrigä, Susanne wird Susä … Mir gefällt das nicht. Für mich ist das ein Verschandeln der Vornamen. Aber jetzt eben das gut: Rahel mit einem Ä zu verschandeln will sogar den hartgesottetsten Urschweizerin nicht gelingen: Ich war eines der wenigen Mädchen, dass ihren Namen vollkommen ä-frei hören durfte. RA-EL … ohne ä! 😀

  • #10499

    Mein Vorname ist Gideon, so wie ich auch hier im Forum heisse.

    Meine Mutter hatte eine stürmische und wohl recht kurze Affäre mit einem, in De stationierten US-Soldat. Ich bin das Ergebnis und wurde nach seinem Vater, also meinem Grossvater benannt. Mein Vater hat Deutschland wohl kurz nach meiner Geburt verlassen. Meine Eltern hielten losen Kontakt, aber persönlich kennengelernt habe ich meinen Vater erst mit 13.

    Vorher war er für mich immer so etwas wie ein Held. Ich habe ihn sehr idealisiert und war daher auch sehr stolz auf meinen Vornamen. Als ich meinen Vater besser kennenlernte, mochte ich ihn nicht mehr so. Den Vornamen und meinen Vater.

    Mittlerweile hat es sich irgendwo in der Mitte eingependelt. Stelle gerade überrascht fest, wie Beziehungen tatsächlich beeinflussen, wie gut man sich mit seinem Namen fühlt.

    Mann mittleren Alters mit ÄVPS, Beziehungsangst und einem Alkohol-Problem. Aber ansonsten eine wirklich gute Partie.

  • #10604

    Ich heiße Andrea, so wie die gefühlte Hälfte meines Geburtsjahrgangs. Das ist griechisch und heißt übersetzt „die Mannhafte“ und bedeutet „die Tapfere.“ Irgendwie fühle ich mich gar nicht so mannhaft und tapfer, aber wenn es um meine Kinder ging, wurde ich zur Löwin. Sonst eher schüchtern und zurückhaltend, konnte ich in diesem Fall Zähne zeigen. Bei meinen eigenen Angelegenheiten klappt das aber nicht. Eine kleine Geschichte zu meinem Vornamen : Als Auszubildende musste ich für meine Firma mal zu einem Zollbüro. In einem Raum befanden sich außer mir noch 3 andere junge Frauen und ein junger Mann. Jemand rief „Andrea“, und alle 4 junge Frauen antworteten mit „ja?“. Der junge Mann sagte nur :“Jetzt wird es übersinnlich.“ Damals habe ich beschlossen, dass meine Kinder keinen Modenamen bekommen.

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