Klinik ja oder nein? Stationäre Therapie oder warten

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  • Dieses Thema hat 14 Antworten und 9 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 6 Monate zuvor von Thomas.

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#9971

Mir geht es in letzter Zeit nicht besonders gut. Ich habe im letzten Jahr meine Stelle verloren und bin seither auf Arbeitssuche. Ich habe einmal wöchentlich eine Sitzung bei einer Psychologin. Sie hat mir vorgeschlagen, eine stationäre Therapie in Betracht zu ziehen. Nachdem ich anfangs gar nicht wollte, habe ich mich durchgerungen, es mit einer Tagesklinik zu versuchen. Leider ist es nun so, dass die Tagesklinik eine Warteliste und ich erst etwa in drei Monaten mit einem Platz rechnen kann. In die stationäre Klinik wäre jedoch ein Eintritt innert weniger Tagen möglich.

Das Problem? Ich habe wirklich grosse Angst vor der Klinik. Ich kann mir gar nicht so recht erklären, was genau ich befürchte. Vielleicht, dass ich mich dort nicht verstecken kann? Dass ich mich eingesperrt fühlen werde. Dass ich mich unwohl fühlen werde und Heimweh habe.

Mir ist schon klar, dass die Bildern von Zwangsjacken und schreienden, ans Bett gefesselten Irren heute nicht mehr zutreffen. Trotzdem ist es immer noch das Irrenhaus und ich weiss nicht so recht, ob ich da wirklich hingehöre.

Ich bin unsicher.

Wie steht ihr dazu? Klinik ja oder nein? Wer war schon in einer Klinik und wie war das so?

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  • #10567

    Hallo, wäre das denn eine psychosomatische oder eine psychiatrische Klinik? Ich war im vergangenen Jahr 11 Wochen in einer psychosomatischen Klinik und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und habe viele Mitpatienten kennengelernt, die mir auch sehr geholfen haben. Wenn es wieder nötig wäre, würde ich es sofort wieder machen. Man ist dort ja nicht eingesperrt, es ist ja wichtig, dass man soziale Kontakte übt, deshalb soll man sich ja gerade nicht nur in sein Zimmer zurückziehen. Wenn es möglich ist, würde ich einen stationären Aufenthalt einer Tagesklinik vorziehen, weil man dann wirklich aus seinem Umfeld heraus ist und sich ganz auf sich selbst konzentrieren kann. Wir haben einige schöne Wanderungen und Ausflüge am Wochenende gemacht und es war immer jemand da, der mit einem einen Spaziergang machen wollte. Aber anstrengend ist es auch.

    Susan

     

  • #10568

    Hallo Jeanny

    Ich stand vor vielen Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung: Warten auf die Tagesklinik oder Psychiatrische Klinik. Übrigens hat in der Schweiz jeder Kanton eine psychiatrische Klinik und diese sind dazu verpflichtet, Patienten innert max. 14 Tagen aufzunehmen.

    Ich hatte damals grosse Vorbehalte gegen diese staatlichen Kliniken. Fand den Gedanken dort Patientin zu sein sehr bedrückend. Ich habe mich damals für das Warten auf die Tagesklinik entschieden.

    Fast zehn Jahre später hatte ich eine besonders schwere Depression und zunehmend suizidale Gedanken. Nach einem (glücklicherweise) gescheiterten Versuch, war Warten keine Option mehr. Also habe ich das Abenteuer Psychiatrische Klinik gewagt.

    Es war die beste Zeit meines Lebens! Ich habe mich in der Klinik von Anfang an willkommen gefühlt wie noch nie in meinem Leben. Vom Personal, aber auch von den Mitpatienten. Ich habe mich mit allen die wollten begeistert unterhalten und habe dort die interessantesten Menschen getroffen. Ich fühlte mich beschützt. Und ich war einmal im Leben keine Aussenseiterin. Tatsächlich war ich bei Personal und Mitpatienten sehr beliebt. Das war Nahrung für meine Aussenseiter-Seele.

    Natürlich sind nicht alle Kliniken gleich, aber man versucht dort wirklich Menschen zu helfen. Und es ist wie Hörnchen es sagt: Stationär bist Du mal raus aus Deinem Umfeld und vielen hilft schon das allein, sich viel besser zu fühlen. Ausserdem hat das Team in einer Klinik die Möglichkeit Dich über einen längeren Zeitraum zu begleiten und kann Dich anders und besser wahrnehmen als ambulante Therapeuten. Dies ermöglicht es dem Klinikteam, Dich besser einzuschätzen und daher auch besser (wirksamer!) zu behandeln.

    Wenn Du willst, kannst Du mir eine PN oder Mail schicken mit der Klinik die in Frage käme. Sofern Deine Angaben im Profil stimmen, könnte es sogar sein, dass ich noch Fotos aus der Klinik habe die Du Dir gerne ansehen darfst. Du wirst glauben, es handle sich um ein Kurhotel mit Wellness-Park!

    LG, trixi

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

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  • #10569

    Danke für Eure Antworten Hörnchen und Trixi. Hat mir gut getan zu lesen, dass Ihr beide positive Erfahrungen gemacht habt mit stationären Therapien!

    Veröffentlicht von: @susan

    wäre das denn eine psychosomatische oder eine psychiatrische Klinik?

    Psychiatrisch! Psychosomatische Kliniken haben ähnlich lange Wartezeiten wie die Tageskliniken und sind auch keine Option für mich.

    Veröffentlicht von: @trixi

    eine PN oder Mail schicken mit der Klinik die in Frage käme

    Erledigt! Soweit ich das mitbekommen habe, wohnst Du allerdings auf der anderen Seite der Kantönligrenze? Bei ausserkantonalen Therapien macht nur wohl meine Krankenkasse nicht mit. Bin schon froh, dass es mit der Kostengutsprache für die TK der Klinik Wyss geklappt hat, weil die ja auch privat ist.

    Ich hoffe, dass ich noch weitere Rückmeldungen bekomme. Finde es sowieso schade, dass sich so viele Benutzer vom ersten Halbjahr ’21 nicht mehr blicken lassen. 😞

    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.
  • #10570

    Hi Jeanny90, ich war noch nie in einer Klinik. Ich hätte Sorge wie mein Arbeitgeber das aufnehmen würde. Eine ambulante Therapie ist Privatsache (ich sag immer ich hab „Physio“), aber eine Klinik liesse sich ja nicht mehr verheimlichen. Ich müsste meinem Arbeitgeber ein Arztzeugnis abgeben und auf dem wäre ja leider die Art der Klinik leicht abzulesen. Und bei aller nach aussen geheuchelter Toleranz, bin ich mir ziemlich sicher, dass das vom Arbeitgeber sehr negativ aufgenommen würde. Aber reizen würde es mich schon. Würde mich gerne mal mehrere Woche wirklich nur mir und der Lösung einiger meiner Probleme widmen.

    Veröffentlicht von: @jeanny90

    Ich hoffe, dass ich noch weitere Rückmeldungen bekomme. Finde es sowieso schade, dass sich so viele Benutzer vom ersten Halbjahr ’21 nicht mehr blicken lassen. 😞

    Ja, hab ich mich auch schon genervt. Erst hatten alle eine grosse Fresse wie toll sie es finden, dass es jetzt eine Website nur für ÄVPS gibt und dann sah man sie nie wieder. Ich find das mies. 😤

    Ich habe eine selbstunsichere PS mit emotional instabilen Mustern. Sprich, mein Leben ist einsam und chaotisch.

  • #10571

    @jeanny90 ich war in mehreren Kliniken und es hat mir nicht so gut geholfen bzw. auch nicht gut getan. Ich fand die beste Hilfe ambulant. Ich bin dazu in einer Ambulanz einer Uniklinik gegangen und dort brauchte ich auch keine Wartezeit,da es mir auch sehr schlecht ging. In den Kliniken habe ich mich noch mehr als Aussenseiter gefühlt,vielleicht weil ich die einzige war,die sehr still war und auch sonst haben mir die Therapien nicht so gut geholfen,es waren halt viele Patienten mit Depressionen,Essstörungen,Suchterkrankungen usw. aber solche mit sozialen Ängste,darum ging es nicht,habe einfach nichts gelernt für mich und keiner hat mir gesagt,was ich habe und dazu dann der ganze Streß in der Klinik war für mich so kräftezehrend. Ich brauche einen Rückzugsort,wenn ich woanders bin und das gab es in der Klinik nicht. Bei meinem Therapeuten war das alles intensiver,ich konnte viel,viel mehr über mich lernen und konnte dort eine Beziehung üben und hab mir da auch viel mehr getraut und es war viel vertrauter.

  • #10572

    Ich war nir einmal in einer Ambulanten Reha wegen eines Burnout. (Ambulant auch deshalb weil ich Haustiere habe, welche versorgt werden wollen). Ich hatte dort Therapiekollegen welche schon stationär auf psychischer Reha waren. Diese hatten alle nur positives darüber zu berichten.

    Veröffentlicht von: @rlabouche

    Erst hatten alle eine grosse Fresse wie toll sie es finden, dass es jetzt eine Website nur für ÄVPS gibt und dann sah man sie nie wieder. Ich find das mies. 😤

    Ich glaube das ist ein normales Phänomen. Anfangs ist es aufregend, und mit der Zeit nimmt das Interesse ein wenig ab. Was aber auch sein kann, gerade weil es ein ÄVPS Forum ist, das manche gerade sehr stark mit sich zu kämpfen haben und deshalb die Kraft vielleicht nicht reicht sich hier wieder aktiv zu beteiligen. Oder einige sind vielleicht stille Mitleser, die zu den derzeit aktuellen Themen kaum was zu sagen haben.

    Es gibt viele mögliche Gründe warum es so sein kann.

    Ist es schade: ja!

    Werde ich diesen Umstand kritisieren: Nein, da ich die genauen Umstände dieser Personen nicht kenne, und ich denke dass Kritik bei ÄVPS kein geeigneter Motivator ist.

  • #10573
    Veröffentlicht von: @rlabouche

    Ja, hab ich mich auch schon genervt. Erst hatten alle eine grosse Fresse wie toll sie es finden, dass es jetzt eine Website nur für ÄVPS gibt und dann sah man sie nie wieder. Ich find das mies. 😤

    Das ist etwas hart formuliert, ich verstehe aber was Du meinst. Trotzdem ist es tatsächlich ganz genau so, wie Ketura es geschrieben hat:

    Veröffentlicht von: @ketura275

    Ich glaube das ist ein normales Phänomen. Anfangs ist es aufregend, und mit der Zeit nimmt das Interesse ein wenig ab. Was aber auch sein kann, gerade weil es ein ÄVPS Forum ist, das manche gerade sehr stark mit sich zu kämpfen haben und deshalb die Kraft vielleicht nicht reicht sich hier wieder aktiv zu beteiligen. Oder einige sind vielleicht stille Mitleser, die zu den derzeit aktuellen Themen kaum was zu sagen haben.

    Ich bin seit vielen Jahren im Internet unterwegs, früher ja sogar beruflich. Der Cyberspace ist brutal flüchtig geworden. Ich könnte auf Anhieb gar nicht sagen, auf wievielen Webseiten insgesamt ich mal ein Benutzerkonto erstellt habe, aber es müssen hunderte sein.

    Bei mir ist das halt so, dass ich an dem Tag, an dem ich an einem bestimmten Thema dran bin, auf bestimmten Seiten lande. Ich bin dann jedes Mal froh, dass ich etwas passendes gefunden habe. Zum Beispiel ein Forum, in dem ich etwas was grad drückt erzählen kann. Ich lese dann natürlich begierig alle Antworten und schreib vielleicht auch noch etwas zurück. Aber manchmal ist das Thema dann auch erledigt und ich vergesse die Seite wieder.

    Es ist ein normales Phänomen!

    Ausserdem wissen wir ja wirklich nicht, warum sich bestimmte User länger nicht mehr im Forum melden. Ich ziehe es dann vor zu denken, dass ÄVPS im Leben dieser User halt gerade keine zentrale Rolle spielt, was doch ein schöner Gedanke ist.

    Und es gibt tatsächlich enorm viele Mitleser. Die Zahl ganz unten an der Seite steht aktuell bei 5305 Besuchern in den letzten 30 Tagen. Gezählt wird dabei jeder Besucher einmal pro Kalendertag, egal wie lange er auf der Seite bleibt oder wieviele Einzelseiten er aufruft. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei ~4 Minuten. Das ist wichtig, weil es ein Indikator ist, dass es sich bei den Besuchern um Menschen und nicht etwa um Software handelt (deren „Verweildauer“ liegt bei wenigen Sekunden).

    Obwohl ich mich natürlich über aktive Beteiligung jedesmal sehr freue, finde ich auch die passiven Besucher oder Mitleser voll okay. Auch darüber freue ich mich. Mir ist klar Roxie, dass diese Benutzer für Dich unsichtbar bleiben, aber mit der Besucherstatistik ganz unten hast Du jetzt immerhin einen Indikator.

    Aus meiner Sicht als Webmistress bin ich mehr als glücklich mit dem Erfolg der Seite. Weil immerhin sind hier ja auch schon im ersten Jahr einige Benutzerinnen die treu seit dem Anfang dabei sind und immer mal wieder was schreiben. Du zum Beispiel Roxie! Und natürlich auch Hörnchen, Ketura, Jeanny und noch ein gutes Dutzend weitere (auf jeden Fall zu viele, dass ich grad alle aufzählen kann).

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

    3 Benutzer dankten dem Autor für diesen Beitrag.
  • #10574
    Veröffentlicht von: @trixi

    Und es gibt tatsächlich enorm viele Mitleser.

    Ich bin einer davon! Ich schaue fast jeden Tag kurz ins Forum ob’s was neues gibt.

    Allerdings mache ich das fast immer am Smartphone. Ich hab zuhause nur eine Spielekonsole und kann nur den Rechner in der Werkstatt hin und wieder benutzen (wie jetzt gerade).

    Und ganz ehrlich: Ich kann am Smartphone keine langen Texte schreiben. Da dreh ich durch. Ich habe Patschehände und die Auto-Korrektur legt es hartnäckig darauf an mich in Verlegenheit zu bringen.

    Ich fürchte ernsthaft um meine psychische Gesundheit wenn ich tatsächlich in Versuchung geführt werde am Smartphone so richtig mit langen Sätzen zu kommunizieren.

    -> 🤪

    🖐️

    ❤️

    Mann mittleren Alters mit ÄVPS, Beziehungsangst und einem Alkohol-Problem. Aber ansonsten eine wirklich gute Partie.

  • #10575
    Veröffentlicht von: @jeanny90

    Wie steht ihr dazu? Klinik ja oder nein? Wer war schon in einer Klinik und wie war das so?

    Und jetzt natürlich auch noch zum eigentlichen Thema! Ich habe mehrere Klinikaufenthalte im Ausland hinter mir. Mir hat jeder Tag davon mehr gebracht als ein Jahr ambulante Therapie in Deutschland. Würde Dir ans Herz legen, es einfach zu wagen. Solange Du nicht zwangseingewiesen bist, kannst auch jederzeit einfach wieder davon marschieren.

    Mann mittleren Alters mit ÄVPS, Beziehungsangst und einem Alkohol-Problem. Aber ansonsten eine wirklich gute Partie.

  • #10576

    @ronja75 Hattest Du denn kein auf Dich angepasstes Therapie-Programm bzw. keinen Einzeltherapeuten in der Klinik?

     

  • #10577

    @helena Einen Einzeltherapeut hatte ich schon aber keine passende Therapie,mir hat man auch z.B. nicht gesagt,was ich habe und ich habe mich auch oft nicht ernst genommen gefühlt,in der einen Klinik z.B. wurden meine ADs sofort abgesetzt(wegen einer schweren NW) und ich kam damit nicht klar,wie ein Entzug und das einfach zusätzlich zu meiner ÄVPS und dann kein Verständnis dafür,dass ich nicht mehr zur Ruhe kam und ich dadurch Panikattacken bekommen habe. Ich habe also immer nicht viel gelernt und oft so wenig Verständnis bekommen…das war in meiner ambulanten Therapie komplett anders 🙂

     

  • #10579
    Veröffentlicht von: @gideon

    Ich kann am Smartphone keine langen Texte schreiben. Da dreh ich durch.

    Echt jetzt? Ich habe noch nicht mal einen Computer. Ich mach alles am Smartphone.

     

  • #11571

    Hallo alle

    Ich habe mich jetzt auch für eine stationäre Therapie in der Klinik entschieden und bin bis jetzt recht zufrieden.

    In der ersten Woche habe ich zwei neue Medikamente bekommen und bin froh, dass diese jetzt offenbar besser wirken als das was ich vorher hatte. Die Ärzte und Therapeuten sind alle sehr nett. In den ersten beiden Wochen war mir oft langweilig, weil ich ausser Einzeltherapie nicht viel hatte. Mittlerweile bin ich in verschiedenen Gruppen und besonders die Musiktherapie hat mir schon enorm viel gebracht.

    Mit den anderen Leuten hier komme ich klar, habe aber mit wenigen Kontakt. Versuche mich aus allem rauszuhalten und bin viel allein.

    Danke noch mal für all Eure Rückmeldungen. Das hat mir sehr geholfen!

    Liebe Grüsse
    Eure Helena

  • #14783

    Hallo zusammen,

    ich war bisher 2mal in einer psychiatrischen Klinik stationär. Ich muss dazusagen, dass es eine Privatklinik war.

    Einmal habe ich 10 Wochen auf den Klinikplatz warten müssen. Das andere Mal war ich akut suizidgefährdet und wurde sofort aufgenommen. Mein nächster Aufenthalt beginnt am 29.08.22.

    Ich habe mir immer gesagt, was soll ich da? Die wissen doch nichts über mich. Ich habe mich aber darauf eingelassen. Zunächst waren mir die vielen Menschen da zuwider. Ich war überfordert, da ich sonst überwiegend in mich zurückgezogen lebe. Als ich dann dort aufgetaut bin, fand ich es sehr gewinnbringend für mich. Es gab Einzel-, Gruppen-, Musik- und Maltherapie. Auch wenn jeder eine andere Geschichte hat, lernt man sich kennen. Die Gruppe in der ich bei meinem ersten Aufenthalt 2016 war, hat heute noch mit mir Kontakt. Sporadisch informieren wir uns was es Neues gibt. Es ist schön dort Freunde gefunden zu haben, die denken und fühlen wie ich. Wäre ich nicht in die Klinik gegangen, wäre ich heute noch einsamer als sowieso schon.

    Ich fand es gut, dass in meiner Klinik kein Zwang zur medikamentösen Behandlung war. Ich habe was genommen für die Nacht, damit ich abschalten konnte. Sonst aber keine BTM.

    Erst seit gut einem Jahr bin ich in ambulanter Therapie. Meine Therapeutin setzt sich sehr für mich ein. Ich kann ihr Tag und Nacht schreiben. Ohne Sie hätte ich meine Schwerbehinderung und mein 100% Homeoffice nicht durchsetzen können. Aber eine wirkliche Verbesserung meines Zustandes hat mir die Klinik gebracht.

    Ihr solltet aber im Vorfeld genau hinschauen wo die Schwerpunkte der Klinik liegen. Wie da gearbeitet wird und ob es einen Zwang für Medikamente gibt. Ich stehe so schon jeden Tag unter Zwängen und möchte in der Klinik in einem guten Umfeld gesunden.

    Also ich bin klar für die Klinik, wenn es die richtige ist.

    Alles Gute

    Thomas

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