ÄVPS-Kriterium „Vermeidung beruflicher oder sozialer Aktivitäten“

  • Dieses Thema hat 3 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 1 Jahr zuvor von Ganymed.

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#9914

Hallo miteinander

Ich bin Angehörige eines Menschen mit ÄvPS und möchte die Störung gern besser verstehen.

Die Kriterien für eine Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung laut ICD sind bekannt und eigentlich selbsterklärend. Trotzdem fühlen sie sich für mich recht wage an. Daher möchte ich sie einzeln beleuchten.

6. Vermeidung beruflicher oder sozialer Aktivitäten, die intensiven zwischenmenschlichen Kontakt bedingen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung.

Meine Fragen:

  • Wie genau äussert sich das bei Dir?
  • Woran erkennst Du, dass dieses Kriterium bei Dir zutrifft?
  • Kannst Du ein konkretes Beispiel erzählen?
  • Wie kann ich mir das als Angehörige besser vorstellen?
  • Was kann ich als Angehörige vielleicht tun, um genau bei diesem Kriterium zu helfen oder zu unterstützen?

 

Danke für Eure Antworten!

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  • #10202
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    Ich bin erwerbslos, meiner Meinung nach auch erwerbsunfähig. Ich bin gelernte Verkäuferin, kann drei Fremdsprachen. Damit bin ich wohl für viele Arbeitgeber interessant. Aber ich habe panische Angst davor, wieder auf meinem Beruf zu arbeiten. Ich hab zwar Verkauf gelernt, aber das was dort von mir erwartet wird, kann ich nicht leisten. Eine Umschulung könnte meine Situation verbessern, aber die will das Amt nicht finanzieren. Lieber schicken die mich in ein Call Center wo ich dann sitze mit einem rumoren im Bauch und zittrigen Händen.

     

  • #10120
    Hilfreich
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    Bei mir kann sich das auf unterschiedliche Weise zeigen.

    1. Aufgrund meiner Unsicherheit und Depression kann es sein dass meine Stimmung „kippt“. Ich mich also plötzlich total schlecht fühle. Da war dann die Angst, riskiere ich wenn ich mit anderen ausgehe, dass es passiert und die Stimmung der Anderen auch darunter leidet und ich mich deshalb schuldig fühle. Oder bleibe ich daheim und fühle nur ich allein mich schlecht und einsam… Oft habe ich mich für letzteres entschieden

    2. Oft bin ich unsicher ob mein Verhalten einer sozialen Interaktion angemessen ist oder missverstanden werden könnte, und neige dazu selbst kleine unbewusste Reaktionen darauf selbstkritisch falsch zu missdeuten, bis diese Unsicherheit in Angst umschlägt und ich mich zurückziehe.

    3. Mit der Diagnose ist die Angst da, wie die Leute darauf reagieren, vermeiden sie mich weil ich „psychisch gestört“ bin oder bin ich zu kompliziert las das andere sich die Mühe machen wollen nit mir umzugehen.

    4. Wenn irgendetwas vorgefallen ist und ich jemanden aus Versehen verletzt habe oder ein Unfall passiert ist den ich verschuldet habe, tut es mir so unendlich leid, dass ich den betroffenen Personen sehr lange nicht unter die Augen treten kann oder zukünftig ähnliche Situationen vollkommen vermeide, damit so etwas bloß nie wieder passieren kann.

  • #10135
    Hilfreich
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    Ich bin erwerbsunfähig, dass sagt eigentlich schon alles.

     

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