Ävps & Damaliges Mobbing

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  • Dieses Thema hat 7 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert 10 Stunden zuvor von Annie.

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#14823

Guten Tag, ich bin 30 Jahre. Versuche gerade mein Leben aufzuarbeiten, in den Griff zu bekommen. Ich leide, denke ich, schon seit frühen Kindheitstagen an einer ävps, diagnostiziert wurde sie mir allerdings erst vor 7 Jahren. Meine Schulzeit auf der Oberschule war leider für mich die Hölle. Ich wurde gemobbt, und heute noch leide ich unter den Folgen, habe flashbacks und Alpträume. Diese traten vorher nicht so stark auf wie jetzt zurzeit. In meinem job macht mir die ävps auch zu schaffen, ich traue mich einfach nicht über meinen Schatten zu springen. Ja ich habe schon Fortschritte gemacht in meiner Entwicklung, aber leider zu langsam. Irgendwie erhoffe ich mir hier Kontakte zu finden wo man sich austauschen kann. Ich bedanke mich recht herzlich fürs Lesen.

Liebe Grüße

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  • #15024

    Schade. Ich habe irgendwie gehofft, nette Kontakte zu finden mit einer gleichen Störung :(.

  • #15475

    Hallo Annie,

    ich habe auch Erfahrungen mit Mobbing in meiner frühen Kindheit gemacht und leide an den Folgen davon.  Als Kind habe ich zuerst selektiven Mutismus (eine Unfähigkeit in bestimmten Situationen zu reden) entwickelt und ein Kind. das sich nicht wehren konnte war folglich eine Zielscheibe. In manchen Situationen wollte ich wirklich reden, aber es ging nicht. Vor allem in der Schule nicht. Zuhause habe ich ganz normal geredet, aber das ist ja typisch für dieses Krankheitsbild.

    Ich kann mich noch an Situationen in der Schule erinnern, wo ich vor der Klasse mich zu meinen Mobbing-Fall äußern musste. Ich habe kein Wort rausgebracht. Das  Mobbing und der Psychoterror wurde nicht besser und mit 12 Jahren habe ich so langsam Depressionen entwickelt.

    Jetzt bin ich eine Erwachsene mit ÄVPS und Depressionen und arbeite im sozialen Bereich. Zur Zeit bin ich völlig überfordert und angespannt. Letztes Jahr habe ich mit meiner Therapie angefangen und merke, dass ich Fortschritte gemacht habe und sehr viel über mich selbst gelernt habe.

    Wenn du dich weiter austauschen möchtest, dann kannst du das gerne tun

    Liebe Grüße

     

     

  • #15479

    Hallo Bella,

    danke für deine Antwort! Das tut mir leid, dass du das durchmachen musstest. Oh vom selektiven Mutismus habe ich noch nichts gehört, aber könnte auch zu meiner Situation passen. Denn ich war in der oberschule auch stumm, und konnte mich nicht zur wehr setzen.

    Ich finde es ziemlich cool, dass du trotz dieser störung einen sozialen beruf ergriffen hast. Kann mir auch gut vorstellen, dass es auch da oft schwer sein kann mit den kollegen? Oder auch (klienten)? Ich hatte mal ein fsj mit 19/20 gemacht in einer dialyse und da fiel es mir unglaublich schwer anschluss zu finden ubd hatte eher das gefühl das auch zum teilen über mich gelästert wird aufgrund meiner schüchternen art. Mit manchen patienten hatte ich auch probleme (aber tatsächlich waren die meisten patienten sehr nett). Naja ich habe ewig nach einen passenden beruf gesucht und bin im büro gelandet, wo ich oft angst davor habe zu telefonieren, schreibe fast nur e-mails und das frustriert. Ich komme schwer aus meiner komfortzone.

    Das freut mich sehr mit der therapie, dass diese dir hilft ist wirklich schön. So muss es sein. Machst du dann eher tiefenpsychologie? Ich war auch in therapie, also in einer klinik, vor längerer zeit. Damals auch wegen depression und leider habe ich verpasst von dem mobbing zu erzählen, da es einfach nicht so präsent war.

    Liebe grüße

  • #15480

    Hallo Annie,

    ja ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst. Auch im Job ist es manchmal überhaupt nicht so einfach damit.  Ich habe auch ein FSJ im Krankenhaus auf einer Unfallchirugie gemacht und der Job an sich war toll. Nur einige Kollegen waren nicht so begeistert von mir und es war auch nicht einfach Anschluss zu finden. Aber die Erfahrungen dort haben mich zu einem stärkeren Menschen gemacht. Danach habe ich die Ausbildung zur MFA gemacht. Jetzt bin ich im 2. Lehrjahr und vermisse die Arbeit im Krankenhaus. Ich helfe gerne Menschen und kann mir keinen anderen Job für mich vorstellen.

    Ich bin zur Zeit wieder in Verhaltenstherapie. Es hilft mir, wenn ich jemanden habe, mit dem ich über meine Probleme reden kann.

    Wenn dich die Erfahrungen und Erinnerungen aus deiner Vergangenheit dich jeden Tag quälen und deinen Alltag beeinträchtigen, dann kannst es immer noch ansprechen wenn du möchtest. Glaub mir, es ist nie zu spät alte Erinnerungen und Erfahrungen aufzuarbeiten 🙂

    Liebe Grüße

  • #15493

    Hallo bella,

    Ja den job fand ich auch toll! Mir hat er damals auch viel spass gemacht und war auch schön abwechslungsreich. Ich hörte den meisten patienten auch sehr gerne zu. Das freut mich, dass du insgesamt daran gewachsen bist. Bei deiner ausbildung wünsche ich dir viel erfolg! Ich hoffe sie macht dir trotzdem spass? 🙂

    Ja das glaube ich! Ich habe selber auch überlegt, dass ich, wenn eine therapie, eher eine verhaltenstherapie machen möchte. Da auch dir weiterhin gute fortschritte!

    Danke für deine lieben worte! Ich scheue mich irgendwie noch davor einen therapeuten zu suchen, sind ja eh viele beleg. Aber irgendwann muss ja mal der erste schritt gemacht werden! Hast du damals angerufen oder eher e-mails geschrieben?

     

    Liebe grüsse annie

  • #15494

    Hallo Annie,

    der erste Schritt ist nicht einfach. Am Anfang wollte ich mir nie Hilfe holen, aber irgendwann war alles zu viel für mich, sodass ich mich für eine Therapie entschieden habe. Damals habe ich bei mehreren angerufen und hatte Glück, dass ich nach einem Monat einen Platz bekommen habe. Ich war erleichtert, dass ich den ersten Schritt gewagt habe und mich mit meinen Problemen konfrontiert habe. Wenn du den ersten Schritt gemacht hast, dann wird es leichter.

    Wenn du keinen freien Platz findest, dann versuch dich mal bei der KVB zu melden. Die können dir bei der Vermittlung helfen 😉

    Ich wünsche dir viel Glück

    Liebe Grüße

  • #15495

    Hallo Bella,

    Ja diesen inneren schweinehund zu überwinden ist nicht leicht. Ich bausche das so sehr auf, dass ich dann wie gelähmt bin. Aber das stimmt schon, wenn der erste und schwierige schritt getan wurde, sollte es besser sein.

    Das ist toll, dass du nicht so lange warten musstest, 1 monat geht ja wirklich :).

    Vielen dank für den tipp! 😀

     

    Liebe grüße

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