ÄVPS Diagnose im ICD-11

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Die ICD dient weltweit zur Verschlüsselung von Diagnosen. Die derzeit gültige Revision ist die ICD-10. Seit 2007 wird an der 11. Revision gearbeitet. Die ICD-11 soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Über den konkreten Zeitpunkt einer Einführung der ICD-11 in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind noch keine Aussagen möglich.

ÄvPS wird es nicht mehr geben

Die Diagnose Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung, F 60.6 im ICD-10, wird es nicht mehr geben. Gleiches gilt für alle anderen Persönlichkeitsstörungen. Der neue Ansatz soll unter anderem das Problem der „Komorbidität“ lösen. Heute ist es möglich, mehrere Persönlichkeitsstörungen gleichzeitig zu diagnostizieren. Man kann also gleichzeitig die Kriterien für eine ÄvPS und eine Abhängige Persönlichkeitsstörung erfüllen: Ein Beispiel für eine recht häufig auftretende Komorbidität.

ICD-11: Das neue Klassifizierungssystem im Detail

Die ICD-11 Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen konzentriert sich auf die Kernfunktionsstörung der Persönlichkeit. Der Arzt muss drei Schweregrade klassifizieren (leichte, moderate oder schwere Persönlichkeitsstörung) und hat die Option, ein oder mehrere Qualifikationsmerkmale anzugeben (Negative Affektivität, Loslösung, Enthemmung, Dissozialität, Anankastie). Zusätzlich darf der Arzt auch den „Borderline Pattern Qualifier“ vergeben.

Hinweis: Es gibt noch keine deutsche Version des ICD-11. Diese Informationen stammen aus der englischen Version und sind nach bestem Wissen eingedeutscht. Die Formulierungen entsprechen aber (noch) nicht der offiziellen deutschen Version des ICD-11.

Persönlichkeitsstörung: Allgemeine Diagnoseanforderungen

Allgemeine Kriterien für die Diagnose „Persönlichkeitsstörung“ im ICD-11 sind:

  • Eine dauerhafte Störung, die durch Funktionsprobleme von Aspekten des Selbst (Bsp. Identität, Selbstwert, Richtigkeit des Selbstbilds) und / oder zwischenmenschlichen Dysfunktionen (Bsp. Fähigkeit zur Entwicklung und Pflege von Freundschaften) gekennzeichnet ist.
  • Die Störung besteht über einen längeren Zeitraum (mehr als 2 Jahre).
  • Die Störung manifestiert sich in emotionalen Wahrnehmungsmustern, emotionalem Ausdruck und Verhalten, das schlecht angepasst ist (Bsp. Unterregulierte oder überregulierte Emotionen).
  • Die Störung manifestiert sich in einer Reihe von persönlichen und sozialen Situationen. Die Störung ist nicht auf bestimmte Beziehungen oder soziale Rollen beschränkt.
  • Die Verhaltensmuster, die die Störung charakterisieren, sind nicht entwicklungsgerecht und können nicht primär durch soziale oder kulturelle Faktoren erklärt werden.
  • Die Symptome sind nicht auf die Wirkung eines Medikaments oder Drogenkonsum oder eine andere Krankheit zurückzuführen.
  • Die Störung ist mit erheblichen Belastungen verbunden oder führt zu erheblichen Beeinträchtigungen in persönlicher, familiärer, sozialer, erzieherischer, beruflicher oder sonstiger Hinsicht wichtigen Funktionsbereichen.

Aspekte der Persönlichkeitsfunktion und Schweregradbestimmung

Grad und Verbreitung (pervasivenessder Funktionsstörungen bezogen auf Aspekte des Ichs:

  • Stabilität und Kohärenz des eigenen Identitätsgefühls
  • Fähigkeit, ein insgesamt positives und stabiles Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten.
  • Genauigkeit (accuracy) der eigenen Sicht auf die eigenen Eigenschaften, Stärken und Grenzen.
  • Fähigkeit zur Selbststeuerung (Fähigkeit zu Planen, Setzen von angemessenen Zielen etc.)

Grad und Verbreitung der zwischenmenschlichen Dysfunktion über verschiedene Kontexte und Beziehungen (z. B. romantische Beziehungen, Schule oder Arbeit, Eltern-Kind, Familie, Freundschaften, Peer-Kontexte):

  • Interesse an Beziehungen zu anderen.
  • Fähigkeit, die Perspektiven anderer zu verstehen und zu schätzen (appreciate).
  • Fähigkeit, enge, gegenseitige Beziehungen zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.
  • Fähigkeit, mit Konflikten in Beziehungen umzugehen.

Umfang, Schwere und Dauerhaftigkeit von emotionalen, kognitiven und Verhaltensmanifestationen der Persönlichkeitsstörung:

Emotionale Manifestationen

  • Umfang und Angemessenheit der emotionalen Erfahrung und des emotionalen Ausdrucks.
  • Tendenz, emotional über- oder unterreaktiv zu sein.
  • Fähigkeit, unerwünschte Emotionen (Bsp. Wut, Traurigkeit) zu erkennen und anzuerkennen.

Kognitive Manifestationen

  • Genauigkeit von situativen und zwischenmenschlichen Bewertungen, besonders unter Stress.
  • Fähigkeit, in Situationen von Unsicherheit angemessene Entscheidungen zu treffen.
  • Angemessene Stabilität und Flexibilität der Glaubenssysteme.

Verhaltensmanifestationen

  • Flexibilität bei der Steuerung von Impulsen und beim Modulieren von Verhalten basierend auf der Situation und unter Berücksichtigung der Folgen.
  • Angemessenheit der Verhaltensreaktionen auf intensive Emotionen und stressige Umstände (Bsp. Neigung zu Selbstverletzung oder Gewalt).

Wesentliche Merkmale des Schweregrads der Persönlichkeitsstörung

Milde Persönlichkeitsstörung

Störungen betreffen einige Aspekte der Persönlichkeitsfunktionen. Bsp. Probleme mit der Selbststeuerung jedoch keine Probleme mit der Stabilität und Kohärenz der Identität.

Es gibt Probleme in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen und / oder bei der Erfüllung der erwarteten beruflichen und sozialen Rollen, aber einige Beziehungen werden aufrechterhalten und / oder einige Rollen ausgeführt.

Spezifische Manifestationen von Persönlichkeitsstörungen sind im Allgemeinen von leichter Schwere.

Ist in der Regel nicht mit erheblichen Schäden an sich selbst oder anderen verbunden.

Kann mit erheblicher Belastung oder mit Beeinträchtigungen in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verbunden sein, die entweder auf umschriebene Bereiche beschränkt sind (z. B. romantische Beziehungen; Beschäftigung) oder in mehr Bereichen vorhanden sind, jedoch milder.

Das Selbstbewusstsein des Individuums kann etwas widersprüchlich und anders sein, als andere es sehen.

Das Individuum hat Schwierigkeiten, sich von Verletzungen des Selbstwertgefühls zu erholen.

Die Fähigkeit, angemessene Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten, ist beeinträchtigt. Der Betroffene hat Schwierigkeiten, selbst mit kleinen Rückschlägen umzugehen.

Der Betroffene kann Konflikte mit Vorgesetzten und Mitarbeitern haben, ist jedoch im Allgemeinen in der Lage, die Beschäftigung aufrechtzuerhalten.

Einschränkungen in der Fähigkeit, die Perspektiven anderer zu verstehen und zu schätzen, führen zu Schwierigkeiten bei der Entwicklung enger und für beide Seiten zufriedenstellender Beziehungen.

In einigen Beziehungen kann es zu Entfremdungen kommen, aber Beziehungen sind häufiger durch gelegentliche oder häufige kleinere Konflikte gekennzeichnet, die nicht so schwerwiegend sind, dass sie schwere und lang anhaltende Störungen verursachen. Alternativ können Beziehungen durch Abhängigkeit und Vermeidung von Konflikten gekennzeichnet sein.

Unter Stress kann es zu Verzerrungen in der situativen und zwischenmenschlichen Einschätzung des Einzelnen kommen, aber die Realitätsprüfung bleibt intakt.

Moderate Persönlichkeitsstörung

Störungen betreffen mehrere Bereiche der Persönlichkeitsfunktionen. Einige Bereiche der Persönlichkeitsfunktionen können jedoch weniger oder gar nicht betroffen sein. Bsp. Identität oder Selbstgefühl, Fähigkeit zur Bildung intimer Beziehungen, Fähigkeit zur Steuerung von Impulsen und zur Modulation des Verhaltens.

In den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen gibt es deutliche Probleme, und die Leistung der am meisten erwarteten sozialen und beruflichen Rollen ist bis zu einem gewissen Grad beeinträchtigt. Beziehungen sind wahrscheinlich durch Konflikte, Vermeidung, Rückzug oder extreme Abhängigkeit gekennzeichnet (z. B. wenige gepflegte Freundschaften, anhaltende Konflikte in Arbeitsbeziehungen und daraus resultierende berufliche Probleme, romantische Beziehungen, die durch ernsthafte Störungen oder unangemessene Unterwürfigkeit gekennzeichnet sind).

Spezifische Manifestationen von Persönlichkeitsstörungen sind im Allgemeinen von mässiger Schwere.

Ist manchmal mit Schaden für sich selbst oder andere verbunden.

Ist mit einer deutlichen Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verbunden, obwohl die Funktion in umschriebenen Bereichen beibehalten werden kann.

Das Selbstbewusstsein des Betroffenen kann in Krisenzeiten inkohärent werden.

Der Betroffene hat erhebliche Schwierigkeiten, ein positives Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten, oder er hat alternativ eine unrealistisch positive Selbsteinschätzung, die nicht durch gegenteilige Beweise verändert wird.

Das Individuum zeigt angesichts von Rückschlägen eine schlechte Regulierung der Emotionen, wird oft sehr verärgert und gibt leicht auf. Alternativ kann der Betroffene unangemessen auf der Verfolgung von Zielen bestehen, die keine Erfolgschance haben.

Der Einzelne zeigt möglicherweise wenig echtes Interesse an oder Bemühungen um eine nachhaltige Beschäftigung.

Wesentliche Einschränkungen in der Fähigkeit, die Perspektiven anderer zu verstehen und zu schätzen, behindern die Entwicklung enger und für beide Seiten zufriedenstellender Beziehungen.

Probleme in den bestehenden Beziehungen sind häufig und bestehen fort. Kann häufige, schwerwiegende und volatile Konflikte beinhalten; und sind typischerweise ziemlich einseitig (Bsp. sehr stark dominant oder sehr unterwürfig).

Unter Stress gibt es deutliche Verzerrungen in der situativen und zwischenmenschlichen Einschätzung des Betroffenen. Es kann milde dissoziative Zustände oder psychotische Überzeugungen oder Wahrnehmungen geben (z. B. paranoide Ideen).

Schwere Persönlichkeitsstörung

Schwerwiegende Funktionsstörungen des Selbst. Bsp. Selbstgefühl ist so instabil, dass Betroffene angeben, kein Gefühl dafür zu haben, wer sie sind. Das Selbstbild kann durch Selbstverachtung gekennzeichnet oder grandios oder sehr exzentrisch sein.

Probleme in der zwischenmenschlichen Funktionsweise betreffen praktisch alle Beziehungen ernsthaft, und die Fähigkeit und Bereitschaft, erwartete soziale und berufliche Rollen zu übernehmen, fehlt oder ist stark beeinträchtigt.

Spezifische Manifestationen von Persönlichkeitsstörungen sind schwerwiegend und betreffen die meisten, wenn nicht alle Bereiche der Persönlichkeitsfunktion.

Die Selbsteinschätzung des Betroffenen ist sehr unrealistisch und in der Regel sehr instabil oder intern widersprüchlich.

Das Individuum hat ernsthafte Schwierigkeiten mit der Regulierung des Selbstwertgefühls, der emotionalen Erfahrung und des Ausdrucks und der Impulse sowie anderer Aspekte des Verhaltens (Bsp. Beharrlichkeit, Unentschlossenheit).

Der Betroffene ist weitgehend nicht in der Lage, realistische Ziele zu setzen und zu verfolgen.

Die Person ist aufgrund mangelnden Interesses oder mangelnder Anstrengung, schlechter Leistung (Bsp. Nichterfüllung von Aufgaben oder Erfüllung erwarteter Rollen, Unzuverlässigkeit), zwischenmenschlicher Schwierigkeiten oder unangemessenem Verhalten (z. B. Temperamentanfälle, Insubordination) nicht bereit oder nicht in der Lage, die reguläre Arbeit aufrechtzuerhalten.

Wenn überhaupt vorhanden, mangelt es den zwischenmenschlichen Beziehungen des Betroffenen an Gegenseitigkeit. Beziehungen sind flach, extrem einseitig, instabil und / oder sehr konfliktreich, oft bis zur Gewalt.

Familienbeziehungen fehlen (trotz lebender Verwandter) oder sind durch erhebliche Konflikte beeinträchtigt. Das Individuum hat extreme Schwierigkeiten, unerwünschte Emotionen zu erkennen (Bsp. Ärger, Traurigkeit anderer).

Unter Stress gibt es extreme Verzerrungen in der situativen und zwischenmenschlichen Einschätzung des Betroffenen. Es gibt oft dissoziative Zustände oder psychotisch anmutende Überzeugungen oder Wahrnehmungen (z. B. extreme paranoide Reaktionen).

Qualifikationsmerkmale / Persönlichkeitsstil (Personality Trait qualifiers)

Nach dem der Schweregrad der Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde, kann die Diagnose mit weiteren Merkmalen ergänzt werden. Hier geht es um die Art der Störung, bzw. um den Persönlichkeitsstil. Dieser zweite Schritt in der Diagnose ist zwar fakultativ, jedoch meiner persönlichen Meinung nach absolut entscheidend, da er die Art der Behandlung / Therapie massgeblich bestimmt (oder zumindest bestimmen sollte).

Die 5 Merkmalsdomänen einer Persönlichkeitsstörung (Trait Domains)

Negative Affectivity (NEGATIVE AFFEKTIVITÄT)

Kerndefinition: Eine Tendenz, ein breites Spektrum negativer Emotionen mit einer Häufigkeit und Intensität zu erleben, die in keinem Verhältnis zur Situation stehen.

Spezielle Features: Angst, Wut, Sorge, Angst, Verletzlichkeit, Feindseligkeit, Scham, Depression, Pessimismus, Schuldgefühle, geringes Selbstwertgefühl und Misstrauen. Wenn solche Personen beispielsweise einmal verärgert sind, haben sie Schwierigkeiten, sich wieder zu beruhigen, und müssen sich auf andere verlassen oder die Situation verlassen, um sich zu beruhigen.

Detachment (Ablösung, Loslösung)

Kerndefinition: Tendenz zur Aufrechterhaltung der zwischenmenschlichen Distanz (soziale Distanz) und der emotionalen Distanz (emotionale Distanz).

Spezielle Features: Soziale Distanzierung, einschliesslich Vermeidung sozialer Interaktionen, Mangel an Freundschaften und Vermeidung von Intimität. Emotionale Distanzierung, einschliesslich Zurückhaltung, Zurückhaltung und eingeschränkter emotionaler Ausdruck und Erfahrung. Zum Beispiel suchen solche Personen eine Beschäftigung, die keine Interaktion mit anderen beinhaltet.

Dissociality (Dissozialität)

Kerndefinition: Missachtung der Rechte und Gefühle anderer, die sowohl Ichbezogenheit als auch mangelndes Einfühlungsvermögen umfassen.

Spezielle Features: Ichbezogenheit, einschliesslich Anspruch, Grandiosität, Erwartung der Bewunderung anderer und Aufmerksamkeitssuche. Mangel an Empathie, einschliesslich Täuschung, Manipulation, Ausbeutung, Rücksichtslosigkeit, Gemeinheit, Schwielen und körperlich aggressiv, während man sich manchmal am Leiden anderer erfreut. Zum Beispiel reagieren solche Personen mit Wut oder Verunglimpfung anderer, wenn ihnen keine Bewunderung gewährt wird.

Disinhibition (Enthemmung)

Kerndefinition: Eine Tendenz, vorschnell zu handeln, basierend auf unmittelbaren äusseren oder inneren Reizen (d. H. Empfindungen, Emotionen, Gedanken), ohne Berücksichtigung möglicher negativer Konsequenzen.

Spezielle Features: Impulsivität, Ablenkbarkeit, Verantwortungslosigkeit, Rücksichtslosigkeit und mangelnde Planung. Zum Beispiel können solche Personen rücksichtsloses Fahren, gefährliche Sportarten, Substanzkonsum, Glücksspiel und ungeplante sexuelle Aktivitäten betreiben.

Anankastia (Anankastie)

Kerndefinition: Ein enger Fokus auf den starren Standard der Perfektion und auf Recht und Unrecht sowie auf die Kontrolle des eigenen Verhaltens und der Kontrolle der Situationen, um die Konformität mit diesen Standards sicherzustellen.

Spezielle Features: Perfektionismus, einschliesslich der Beschäftigung mit Regeln, Normen von richtig und falsch, Details, Hyper-Scheduling, Ordnung und Ordentlichkeit. Emotionale und Verhaltensbeschränkungen, einschließlich strenger Kontrolle über emotionalen Ausdruck, Sturheit, Risikovermeidung, Beharrlichkeit und Überlegung. Zum Beispiel können solche Personen die Arbeit anderer hartnäckig wiederholen, weil sie nicht ihren Standards entspricht.

ÄvPS wird Persönlichkeitsstörung mit Negativer Affektivität, Ablösung, niedriger Dissozialität

Mit Einführung des ICD-11 wird es keine Diagnose „Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung“ mehr geben. Nach dem neuen Diagnosesystem wird als erstes der Schweregrad der Persönlichkeitsstörung ermittelt. Dieser kann entweder Mild, Moderat oder Schwer sein.

Die Merkmalsdömanen die der heutigen Definition von ÄvPS entsprechen, sind wie folgt definiert:

Negative Affektivität: Angst, Verletzlichkeit, Angst, Scham und geringes Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen, einschliesslich der Vermeidung von Situationen und Aktivitäten, die als zu schwierig eingestuft werden.

Ablösung: Vermeidung sozialer Interaktionen und Intimität, sie suchen eine Beschäftigung, die keine Interaktionen mit anderen beinhaltet, und lehnen sogar Beförderungen ab, wenn dies zu mehr Interaktion mit anderen führen würde.

Niedrige DissozialitätUmgekehrte (!) Ichbezogenheit: Aufmerksamkeit suchende Verhaltensweisen, um sicherzustellen, dass sie im Mittelpunkt des Fokus anderer stehen; zu glauben, dass man viele bewundernswerte Eigenschaften hat, dass seine Leistungen herausragend sind, dass man Grösse erreichen wird und dass andere eine bewundern sollten.

Quellen und Links:

https://icd.who.int/en/ (Offizielle Website)

https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/icd/icd-11/

https://de.wikipedia.org/wiki/ICD-11

Personality Disorders in the ICD-11: Opportunities and Challenges for Advancing the Diagnosis of Personality Pathology: https://link.springer.com/article/10.1007/s11920-020-01161-4

Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

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  • #10264

    Also,was den zweiten Teil angeht,bin ich nicht einverstanden oder keine Betroffene mehr.Ichbacht nämlich sehr wohl die Gefühle und die Rechte Anderer,sogar so sehr,dass meine eigenen irrelevant sind.Zudem bin ich weder rücksichtslos noch verantwortungslos.Ueberhsupt treffen alle spezielln Features nicht auf mich zu..Bewundert werden will ich schon gar nicht.Was haben sich die Verantwortlichen dabei gedacht?

     

  • #10266

    @christkindchen

    Auch ich habe das am Anfang falsch verstanden. Das wichtige Wort ist > umgekehrt <

    Niedrige Dissozialität: Umgekehrte (!) Ichbezogenheit:

    Das ICD-11 kennt nur die positiven Merkmalsdomänen. Bei ÄvPS ist die Domäne Dissozialität ganz niedrig ausgeprägt. Alles was danach kommt, muss also genau ins Gegenteil verdreht werden.

    ÄVPS sind also Menschen die die Gefühle und Rechte anderer sehr (oder sogar ZU sehr) beachten, die sehr rücksichtsvoll und verantwortungsvoll sind und die nicht empfinden, denken, glauben, dass die anderen sie für etwas bewundern müssten.

    Ich probiere das im Startbeitrag noch ein bisschen hervorzuheben. Es ist wirklich missverständlich.

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

  • #10312

    @trixi,danke für die Antwort.Jetzt habe ich es richtig verstanden.

     

  • #10359

    Bitte verzeiht meine Rechtschreibfehler.Ich stehe unter dem Einfluss von Lithium,was als Antidepressivumverstärker genutzt wird.Die Nebenwirkungen sind gravieren.So habe ich z.B. meine Finger und Hände nicht richtig unter Kontrolle und zittere,als hätte ich Parkinson.Deshalb treffe ich manchmal nicht die richtigen Buchstaben oder tippe zu schwach,dass die richtigen Buchstaben nicht angezeigt werden.

     

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