Antwort auf: Als ÄVPS-Betroffener unbewusst manipulieren

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    Ahoi Casimir

    Was Du von Deiner Kindheit schreibst, ist bei mir erschreckend ähnlich. Auch das mit den vielen Zielen kenne ich nur zu gut.

    Hast Du wegen der Manipulation vielleicht ein Beispiel? Ich versuche Dir zu folgen, aber hab gerade keine Vorstellung, was Du genau meinst.

    Ich denke alle Menschen lügen hin und wieder. Wir spielen unsere Rollen. Ebenso gehört „Manipulation“ im weiteren Sinne, wohl ins Repertoire jedes Menschen. Aber Du sagst ja, es ist unbewusst?

    Ich hab’s grad auch noch mal im Buch von Rainer Sachse (Klärungsorientierte Psychotherapie der selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung) nachgeschlagen:

     

    Die Klienten mit selbstunsicherer Persönlichkeitsstörung sind von allen Persönlichkeitsstörungen am wenigsten manipulativ. Dies liegt an der hohen Ich-Dystonie: die Klienten übernehmen relativ viel Verantwortung für ihre Probleme selbst. Andererseits liegt es aber wahrscheinlich auch daran, dass man bei dieser Störung nicht viel Manipulation entwickeln kann: denn Manipulation erzeugt immer Aufmerksamkeit und genau das wollen die Klienten möglichst vermeiden. Zudem erfordern Manipulation Nähe und Beziehung und gerade das weisen Klienten nicht auf. (Seite 24, in der Printausgabe von 2004)

    Vielleicht meinst Du etwas anderes? Bin neugierig auf mehr dazu!

    Übrigens interessant, dass Du sagst, dass Du mit der direkten Art aus Deinem Umfeld schlecht umgehen kannst. Das kenne ich genau umgekehrt! Ich kann mit dieser indirekten Art meiner Mitmenschen schlecht umgehen. Indirekte Ansprachen lassen in meinen Kopf so grausam viel Spielraum dafür, was der andere denn nun eigentlich sagen wollte.

    LG, trixi

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.