Antwort auf: Was könntet ihr nur über mich denken … ein Hallo

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  • #14550

    Hallo Trixi,

    hab lieben Dank für Deine Antwort. Ich habe diese einige Male lesen müssen, wohl auch weil ein Innerstes in mir immer über das hinweglesen wollte, dass man da nichts wegtherapieren kann ohne das gesamte Ich-Konstrukt aufzulösen.

    Dem mag ich ja in naiver Weise kaum Glauben schenken, weil mein hoffnungsvoller Antrieb mich ja immer weitermachen lässt. Andererseits weiß ich um meinen letzten inneren Absturz mit nach außen gerichteten Missverhalten, der scheinbar so etwas wie das verheißungsvolle Unglück selbst prophezeien wollte, nur damit das einst im Vordergrund stehende Anti-Weltbild-Sein wieder Bestand haben kann.

    Denn genau dieser letzte ausschweifende Satz zeigt mir im Nachlesen, diesen verborgene Konjunktivismus will ich immer noch hinter mir lassen. Und bei vielen anderen ÄVPSlern lese ich momentan diese wild konstruierten Schauermärchen über die Innereien und äußeren gedachten Selbstbildnisse zur Erklärung des eigenen Nicht-Sein-Könnens.

    Der letzte Doodle über Stephen Hawkins hat eine sehr interessante Äußerung in Erinnerung gebracht. „Eine der Grundregeln des Universums ist, dass nichts perfekt ist. Perfektion gibt es nicht einfach … ohne Unvollkommenheit würden weder Sie noch ich existieren.“

    Und da liegt doch die Krux und das Scheitern bei jedem ÄVPSler im jeweils eigenem Kontinuum vor. Wenn die eigene Ich-syntone, perfektionistisch geprägte Grundhaltung als Wahrheitsindex und Basis für das eigene Heraus- und Fortkommen gezogen wird, ist eine Weiterentwicklung in oder zu dem normalen Seins-Zustand nicht möglich.

    Das Nicht-Sein-Können verhindert das Sein-Wollen.

    Dein Umfeld um des geschützten Arbeitsplatzes ist wirklich gut. Ähnlichen Grund bildet bei mir meine Selbstständigkeit mit nach außen gerichtete Rollenmaskerade – oh, Stopp, ich meinte natürlich das zu lebende Erwachsenen-Ich.

    In meinem neuerdings wiederholt gefühlt wunden Seelenzustand, verfalle ich leider wieder öfters in meine damals auch so wohlig ausgelebte nihilistische Persönlichkeitsfalle.

    Gruß
    Der Habicht

    P.S.: Eigentlich wollte ich auf Deine angesprochene Rettungsanker Bezug nehmen. Denn tatsächlich fällt es mir momentan schwer stabil in dem von Realität geprägtem rationalen Seinszustand bleiben zu können. Und mit dem was ich schreibe und weiter oben geschrieben habe, fällt es mir wieder auf, was mich jahrelang so hat zurückhalten und immer wieder hat zurückfallen lassen.

    In jeder Persönlichkeit steckt ein Lebenswahnsinn.

    • Diese Antwort wurde geändert 1 Jahr zuvor von Habicht.
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