Antwort auf: Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge

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  • #10525

    Hallo, Klangfarbe,

    herzlich willkommen im Forum. Bei mir gibt es einige Parallelen. Ich war bis Oktober letzten Jahres in einer psychosomatischen Klinik und auch ich hatte einige gute Vorsätze. Auch ich konnte nicht alle einhalten. Das Problem ist, dass man sich dann schnell überfordert. Du kannst nicht alles einhalten, das funktioniert im Alltag nicht. Also setz dich nicht unter Druck. Ich habe mir einen Plan gemacht. Was ich (fast) jeden Tag geschafft habe, ist das Spazierengehen /Walken. Danach ging es mir immer besser. Entspannung habe ich nur zwei Mal pro Woche aufgeschrieben. Das konnte ich schaffen. Und wenn ich es dann drei Mal gemacht habe, habe ich mich über meine Über-Plan-Erfüllung gefreut. Sachbücher lesen konnte ich sowieso nicht, das fällt mir heute noch schwer.

    In der Klinik klappte es bei mir auch mit den Kontakten. Jetzt in der Corona-Zeit war das eigentlich nicht möglich, ich konnte da meine Vorsätze nicht einhalten. Das Einzige, was ich gemacht habe, ist das Schreiben hier im Forum und das hat mir enorm gut getan. Jetzt wo es wieder alles gelockert wird, überlege ich, was ich jetzt umsetzen kann, damit ich mehr soziale Kontakte habe. Aber das ist schwer, die ersten Schritte zu wagen.

    Alles was bei mir gut klappt, ist selbstverständlich und ich bemerke es kaum, wenn aber etwas nicht zu 100% klappt, wirkt es für mich wie eine absolute Niederlage. Auch dabei bist du also nicht allein. Ich merke aber, dass dieses langsam besser wird. Aber es braucht Zeit, viel Zeit. Nimm sie dir und setze dich nicht unter Druck. Gute Vorsätze sind schön, aber es ist keine Katastrophe oder Niederlage, wenn du nicht alles umsetzen kannst.

    Susan