Antwort auf: Es fühlt sich an, als würde mich niemand wirklich sehen

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  • #10512

    Herzlich willkommen hier im Forum, kirschbluete!

    Meine Studienzeit ist zum Glück schon lange her, aber auch ichhabe mich damals sehr isoliert gefühlt. Es wurde damals noch nicht so viel Wert auf Teamarbeit gelegt wie heute, deswegen fiel es nicht so auf, wenn man abtauchte und lieber sein eigenes Ding machte. Aber im Beruf ist es jetzt schon sehr wichtig und ich kann auch mit anderen zusammenarbeiten, arbeite aber immer noch lieber allein und such mir die Aufgaben heraus, die ich allein machen kann, die aber etwas mehr Zeit kosten. Als Lehrerin ist man am Schluss ja sowieso allein verantwortlich für seine Klasse. Aber Zusammenarbeit mit Kollegen kostet mich sehr viel Energie.

    Insofern kann ich dich gut verstehen.

    Ich fühle mich in Gruppen auch nicht wohl, im Gegensatz zu Trixi habe ich aber eher das Problem, dass ich Beziehungen innerhalb der Gruppe, in der ich mich selbst befinde, irgendwie nicht analysieren kann. Ich habe das Gefühl, dass ich dann immer ein völlig falsches Bild von den Vorgängen in der Gruppe habe. Dann kann ich Menschen nur schwer einschätzen. Und auch von meinem Standpunkt in der Gruppe habe ich nur ein sehr unsicheres Bild. In einer Schulklasse ist das gar kein Problem, da habe ich ein professionelles Bild und erkenne die Vorgänge.

    Nur bei mir klappt es gar nicht!