Antwort auf: Mein Vorname – Nomen est omen?

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  • #10493

    Mein Vorname ist Rahel.

    Als Kind und Teenie habe ich meinen Namen gehasst und geliebt. Gehasst habe ich ihn, weil es ein biblischer Name ist und ich habe schon als Kind mit Religion gehadert. Ich möchte diesen Touch an meinem Namen nicht. Erst recht nicht, weil ich weder meine Mutter noch meinen Vater jemals eine Bibel habe lesen sehen. Wir waren katholisch weil sich das so gehört und nicht weil es irgendjemandem in der Familie etwas bedeutet hätte.

    Geliebt habe ich meinen Vornamen, weil es unmöglich ist ihn auf die, typisch schweizerische Art abzukürzen. In der Region in der ich lebe werden Mädchennamen immer auf ä am Ende abgekürzt. Für die nicht CH unter uns: Andrea wird Ändlä, Nadia wird Nädlä, Christine wird Chrigä, Susanne wird Susä … Mir gefällt das nicht. Für mich ist das ein Verschandeln der Vornamen. Aber jetzt eben das gut: Rahel mit einem Ä zu verschandeln will sogar den hartgesottetsten Urschweizerin nicht gelingen: Ich war eines der wenigen Mädchen, dass ihren Namen vollkommen ä-frei hören durfte. RA-EL … ohne ä! 😀