Antwort auf: Depressionen: Bin das ich oder mein Hirnschnupfen?

Autor
Antworten
  • #10466

    Ich kann zwar erst von einer depressiven Episode berichten, aber dass sich Depression und ÄvPS gegenseitig bedingen, dem kann ich voll zustimmen. Durch die Depression und die sie auslösenden Faktoren, die Überforderung durch meinen Zwang, alles richtig und es allen Recht zu machen, verstärkte sich die Angst und das Vermeiden. Die Angst vor Kritik war auch vor der Depression schon sehr stark, aber mit der Erkrankung traute ich mich nicht mal mehr, mit einer Verkäuferin zu reden, aus Angst, sie würde mir deutlich machen, dass sie mich ablehnt.

    Durch ÄvPS ist man sowieso schon sehr empfindlich, aber die Depression macht einen dann komplett dünnhäutig und man fühlt sich extrem angreifbar. Also zieht man sich noch weiter zurück und gibt auch die Kontakte  auf, die man noch hat. Da soziale Kontakte einen aber aus der Depression holen können, verstärkt sich die Depression aber auch durch ÄvPS.

    Ich glaube, dass mit ÄvPS der Weg aus der Depression auch wesentlich langwieriger ist als ohne (und es gibt auch eher Rückschläge). Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass das z. B. bei zwanghaften und dependenten PS nicht genauso ist.