Antwort auf: Therapieabbruch

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  • #10406

    @ susan  Ja dieses Ärztehopping und ewig lange aufschieben kenne ich auch sehr gut. Mit Selbstführsorge hab ich es eh nicht so.

    In Bezug auf Therapeuten finde ich das aber leider besonders doof. Denn wie die meisten hier wissen ist es ja sehr schwierig einen Platz bei jemand gutem zu bekommen, wo auch noch die Chemie stimmt. Und die Therapie baut ja auf der langfristigen Beziehung auf,  weshalb man beim Therapeutenhopping nicht wirklich auf baldige Fortschritte hoffen kann. Während es ja beim Zahnarzt z.B. fast egal is, wer mich behandelt.

    Darüber ob ich mich nochmal bei der Therapeutin melde grübel ich natürlich jetzt schon lange. Der Tip mit der Mail würde es vielleicht wirklich einfacher machen. Jedoch sagt mir die Störung natürlich,  dass ich da jetzt auch nicht mehr ankommen muss. Sie wird sicher wieder einen vollen Kalender und ne Warteliste haben. Warum sollte sie sich dann nochmal mit mir beschäftigen, wenn sie sich nicht sicher sein kann, ob ich den Kontakt nicht wieder abbreche. Außerdem wird sie das meiste was ich ihr erzählt hab sicher eh schon vergessen haben und man müsste von neu beginnen….. Ach ich weiß nicht. Ich könnte mich höchstens bei ihr entschuldigen aber würde keine weiterbehandlung erwarten.



    @trixi
      Gut zu wissen, dass ich nicht die einzige mit diesem Problem bin. Und Respekt für dich, das du die Therapie offiziell beendet hast !

    Was mich so belastet ist, dass dieser Abbruch ja keine wirklich bewusste Entscheidung war. Ich komme immerwieder plötzlich an so Punkte wo ich mich so Ohnmächtig fühle, keine Worte mehr finde um mit irgendjemandem zu sprechen und wo ich mich nur noch verstecken und dissozieren kann. Obwohl ich wohl gerade dann am meisten Hilfe bräuchte, kann ich irgendwie nicht anders als mich so sehr zurück zu ziehen. Mit diesem Verhalten hab ich mir schon sehr vieles kaputt gemacht nicht nur Therapeutische Beziehungen,Freundschaften, Liebschaften auch Berufliches vorrankommen. Menschen und Dinge die mir eigentlich unheimlich wichtig waren und die mein Leben verbessern könnten.

    Deshalb kann ich mir selbst heute kaum bis garnicht mehr vertrauen.Und ich hab kaum noch Kraft irgendwas neu anzugehen.

    Waren deine vielen Therapieabbrüche immer bewusste Entscheidungen, weil irgendwas nicht gepasst hat ? Oder kommt dir bekannt vor was ich dazu geschrieben habe?

    Wenn ich das alles so beschreibe, komme ich mir vor wie ein Jammerlappen, der einfach nichts dafür tut sein Leben endlich in den Griff zu bekommen. Doch diese ständigen Schuld und Schamgefühle blockieren mich immer mehr. Und ich dreh mich im Kreis.