Antwort auf: Ängstlich-vermeidend, soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz

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  • #10340

    Die Ansicht deines Psychiaters kann ich auch nicht bestätigen, im Gegenteil.  Was ich immer wieder über Menschen mit ÄvPs gelesen habe und worin ich mich selbst auch sehe ist, dass sie häufig als sehr angenehm empfunden werden, da sie eben absolut vermeiden anzuecken, unangenehm aufzufallen, sich ständig durch die Augen der anderen versuchen zu sehen und harmoniebedurftig sind, deshalb auch häufig die Bedürfnisse anderer über die eigenen Stellen. Das zeugt ja schon von hoher sozialer Kompetenz, kostet aber auch viel Kraft. Klar in bestimmten Situationen von hoher Anspannung können wir auch recht holprig und verkrampft wirken. Aber das macht nicht unser ganzes alltägliches Dasein aus! Ich persönlich halte meine Empathiefähigkeit sogar für meine grösste Stärke. Dies wurde mir auch schon häufig gespiegelt. Auch hab ich mit den Jahren gelernt eben dadurch viele Unsicherheiten im Alltag sehr gut überspielen zu können. Trotzdem trifft auch auf mich zu, dass ich mich in bestimmten sozialen Situationen selbst als unbeholfen empfinde. Dabei geht es aber vorallem darum mich vor Autoritäten (zB. auch Behörden) oder besonders dominanten Menschen durchsetzen zu können und auch oft um das Thema eigene Grenzen erkennen und setzen zu können.(Da ich niemanden vor den Kopf stossen will und Nein sagen häufig schwer fällt)  Ausserdem wird es mit mir schwierig,  wenn es darum geht eine echte intime Beziehung aufzubauen. Auch wenn ich mir diese sehr wünsche, stehen mir mein Misstrauen und mein geringes Selbstwertgefühl dabei sehr im weg. Beziehungen aufrecht erhalten fällt auch sehr schwer. Ich denke das ganze ist eben sehr komplex, steht niemandem gleich auf der Stirn und es gibt eben ganz verschiedene Ausprägungen und Bewältigungsstrategien. Wir sind eben nicht nur Freaks  😉