Antwort auf: Masken, Schauspielerei, Innere und äussere Welt, Emotionale Überregulation

Autor
Antworten
  • #10321

    Eigentlich bin ich sehr offen und gerade in der Therapie habe ich auch immer versucht, ehrlich Auskunft zu geben. Schliesslich gehe auch ich da hin, weil ich gern möchte, dass es mir besser geht.

    Der Punkt ist, der Therapeut muss auch FRAGEN bzw. darauf eingehen. Ich hatte oft das Gefühl, er hört mich einfach nicht.

    Beispiel:

    Er: „Na Frau M., wie ist es ihnen im letzten Monat so ergangen?“
    Ich: „Ging mir nicht gut. Ich fühle mich niedergeschlagen und energielos.“
    Er: „Ja das schlechte Wetter schlägt vielen aufs Gemüt.“
    Ich: „Mhm. Ja, die Jahreszeit spielt sicher auch eine Rolle.“

    Thema erledigt.

    Irgendwie habe ich ständig nur zu hören bekommen, dass sei doch normal. Wer weiss? Vielleicht war das sein therapeutisches Ziel, mir zu verklickern, dass ich vollkommen normal bin. Daran ist ja an und für sich nichts verkehrt. Der Punkt den er einfach nie hören wollte ist, dass es sich für mich aber eben NICHT normal anfühlt.

    Schreiben hätte ganz sicher geholfen. Ich habe sogar überlegt ob ich es einfach mal wagen sollte oder ihn fragen ob das ginge. Hätte er mir das angeboten, hätte ich es sofort getan. Aber so…

    Er hat mir auch vorgestern, während der letzten Sitzung noch eine Rückmeldung gegeben, wie er mich so erlebt hat. Was soll ich sagen? Die Frau die er da beschrieben hat, darf er mir gerne mal vorstellen… so wär ich auch gern!

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.

    1 Benutzer dankte dem Autor für diesen Beitrag.