Antwort auf: Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung und Alkohol

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  • #10094
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    Ich trinke nicht gern in Gesellschaft.

    Betrunken sein und auf irgendwelche Menschen treffen, ist mir ein Gräuel. Wenn ich betrunken bin, geht meine Selbstbeherrschung flöten und ich bin halt ein kleiner Kontrollfreak. Mir ist das extrem unangenehm, wenn ich zum Beispiel merke, dass ich nicht mehr gerade stehen kann oder lalle. Also in Gesellschaft von Menschen die ich nicht gut kenne, trinke ich nicht.

    Bei Menschen die mir sehr nahe stehen (Partner), kann ich ein bisschen besser entspannt ein Gläschen trinken. Aber wirklich angenehm ist auch das nicht. Ich habe ziemlichen Respekt vor der Aggressivität, die bei manchen Menschen an die Oberfläche kommt wenn sie betrunken sind. Wenn mein Partner in meiner Gegenwart zwei drei Bier trinkt, gehen bei mir sofort die Warnleuchten an. Ab dem Moment bin ich nur noch am Aufpassen, dass die Stimmung ja nicht kippt. Ich hasse Streit.

    Ich trinke also wenn, dann am liebsten allein. Ich hatte Phasen in denen ich extrem viel getrunken habe. Da war das Ziel dann aber keineswegs feiern, sondern betäuben.

    Wenn ich allein trinke, dann plane ich sogar das durch. Ich weiss, wenn ich eine Flasche Rotwein trinke an einem Abend, macht das etwa 1,5 Promille. Dieser Wert stellt meine persönliche Grenze dar. Seit ich vor zwei Jahren im Vollsuff die Treppe runtergestürzt bin und mir den Arm gebrochen habe, habe ich nämlich eine neue Angst im Repertoire: Die Angst im Suff zu stürzen und mich zu verletzen.

    Ach und @Fool  Koffeinjunkie ist man nur dann, wenn man einen Blutkreislauf hat. Ich (und Du vielleicht auch?) habe einen Koffeinkreislauf. Wenn da zu viel Blut drin ist, ist es überlebenswichtig sofort eine Tasse Kaffee nachzuschütten!

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.