Antwort auf: Welche Medikamente bei ÄVPS?

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  • #10069

    Hallo Jeanny90 und Hallo an die anderen,
    ich hab grad ein ziemlich großes Mitteilungsbedürfnis und geb jetzt auch hier noch meinen Senf dazu:

    Ich habe 19 Jahre Citalopram genommen. Das hat gut hingehauen bis 2014 (hat sehr gut gegen Depression geholfen). Dann hat es plötzlich alleine nicht mehr ausreichend gewirkt und ich hatte fette Depressionen. Seitdem nehme ich, nach einigem ausprobieren, Valdoxan dazu.
    Leider wird meine QT-Zeit immer länger und so habe ich dieses Jahr wieder bissi rumprobiert. Was immer mit ziemlichem Stress verbunden ist, weil ich totale Angst habe, wieder eine fette Depression zu bekommen. Probiert habe ich Fluoxetin: Das ging gar nicht. Also gegen Depression hat es geholfen, aber ich hatte einen Bluthochdruck vom Feinsten. Zusätzlich noch Ausschlag bekommen und das schlimmste war, dass ich nicht mehr schlafen konnte und extrem nervös war. Daraufhin habe ich Paroxetin genommen. Das hat gut funktioniert, aber schlafen konnte ich damit auch nicht. Hab dann Zolpidem zusätzlich genommen, aber das kann man halt nicht ewig nehmen, wegen Suchtpotential. Danach noch Bupripion ausgetestet und das ging auch nicht wegen zu hohem Blutdruck und Nervosität.

    Jetzt nehme ich wieder Citalopram. Habe noch Tabletten, die eigentlich abgelaufen sind, ist mir aber grad total wurst…..

    Ich habe jetzt vor diese transkranielle Magnetstimulation auszuprobieren. Läuft auch unter der Abkürzung rTMS. Wahrscheinlich nur Geldverschwendung, zahlt die Krankenkasse natürlich nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt..

    Aber alles in allem: Das Citalopram hat mir wirklich sehr gut geholfen und ich kann jedem oder jeder, die Depressionen hat, nur empfehlen, wenn das schlimm ist, ein Antidepressivum zu nehmen. Allerdings: Die haben natürlich auch Nebenwirkungen. Aber wenn ich meine Nebenwirkungen betrachte: Gewichtszunahme, Libidoverlust, QT-Zeit Verlängerung, dann nehme ich immer noch lieber die Nebenwirkungen in Kauf, als die Depressionen. Wobei das natürlich nur gilt, wenn man starke oder mittleschwere Depressionen hat. Hat man nur leichte, sollte man das definitiv abwägen, ob die Nebenwirkungen das wert sind.

    Liebe Grüße, Barbara