Antwort auf: ÄVPS als Folge einer missbräuchlichen Beziehung?

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    @vaira

    Danke für Deinen Beitrag! Ich finde, man muss immer wieder klarstellen, dass emotionale und verbale Gewalt genau so verherrend sind wie köperliche oder sexuelle Übergriffe.

    Ich habe persönlich jede Form von Gewalt erlebt. Die körperlichen Übegriffe waren nicht leicht zu verdauen. Aber wirklich tief und nachhaltig traumatisiert haben mich verbale Misshandlungen.

    Ein blaues Auge tut weh, aber es verheilt. Andere sehen es und die körperliche Verletzung fungiert als offensichtlicher Beweis für das, was geschehen ist.

    Verbale und emotionale Gewalt ist heimtückisch, denn sie hinterlässt keine offensichtlichen Spuren. Sie kann so subtil sein, dass man gar nicht merkt, dass man gerade attackiert wurde. Ich habe verbale und emotionale Gewalt erlebt in einer Beziehung mit einem ausgemachten Narzissten. Nach dem ersten Jahr mit ihm, habe ich an meinem Verstand gezweifelt.

    Dann habe ich die Bücher von Patricia Evans entdeckt und alle mehrfach gelesen. Leider ist nur das erste auf deutsch erschienen und soweit ich weiss, ist es leider vergriffen:

    Worte die wie Schläge sind (Deutsch, vergriffen)

    The verbally abusive relationship, (Original, englisch)

    Seither werde ich nicht müde, darauf hinzuweisen, welche tiefgehende Folgen diese nicht körperliche Gewalt hat. Und es wurde ja auch schon erwähnt: Das betrifft nicht nur Frauen, sondern auch Männer und leider auch viele Kinder.

     

    Was die ursprüngliche Frage angeht: ÄvPS als Folge einer missbräuchlichen Beziehung

    Ich persönlich stelle auch fest, dass ich schon als ängstlicher Mensch geboren wurde. Ich hatte immer Probleme damit, mit Menschen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Ich war also schon immer so, war damit vielleicht nicht super glücklich, aber kam privat wie auch beruflich einigermassen klar. Richtig pathologisch wurde ÄvPS bei mir erst NACH den traumatischen Beziehungserfahrungen.

    Anders formuliert: Ich hatte schon immer einen ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstil (mit einem guten Schuss, abhängigem und schizoiden Stil dazu. Aber ich glaube schon, meine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung, „wurde von meinem Umfeld gemacht“ (welches ich mir ja natürlich selbst ausgesucht habe).

    Und wenn ich so auf die (noch bescheidenen) Resultate der Umfrage hier schaue, dann scheint es da ja doch irgendwelche Verbindungen zu geben.

    So, und jetzt weiss ich auch nicht mehr so recht, worauf ich eigentlich noch hinaus will

    Schweizerin mit 1977er Jahrgang. Ich habe chronische Depressionen, DPS und eine GAS.