Antwort auf: ÄVPS und Corona

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    Hallo Hörnchen,

    ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Beschränkungen eine Erleichterung für mich waren. Meine Diagnose ÄVPS ist für mein Umfeld kein Geheimnis. Weswegen man es sich eine Zeit lang zur Aufgabe gemacht hat, mich zu meinem „Glück“ zu zwingen. Man muss dazu wissen, dass die Freunde, die ich habe, irgendwie alle mal in therapeutischer Behandlung waren/sind. Hat sich über die Jahre so ergeben, und das war auch der Auslöser, dass ich mich überhaupt in Therapie begeben habe.

    Häufig zwinge ich mich auch selbst, in der Hoffnung, dass es doch irgendwie geht. Sobald die Personenanzahl aber zu gross ist oder Leute da sind, die ich nicht so gut kenne, überfordert mich das schnell (also im Grunde, sobald nicht mehr sicher ist, dass man mich mag). Das halte ich dann nicht lange aus und ich verfalle in Zweifel. Da mein Umfeld das ja aber weiss, glaube ich, ich muss das weit über meine Grenzen hinaus aushalten, weil ich ja sonst „nur“ vermeide. Ehrlichkeit wäre da wohl am effektivsten, klappt aber noch nicht so.

    Deswegen bin ich ganz froh über die „Pause“ von dem ganzen „ich muss über meine Grenzen gehen“. Ich finde es schon schwer überhaupt hier im Forum was zu schreiben, obwohl ich mich hinter der Anonymität verstecken kann.

    Dennoch kann ich dich verstehen. Wenn man unbedingt und völlig motiviert etwas ändern möchte, und dann auch noch solch erschwerte Startbedingungen hat, ist das bestimmt irgendwo demotivierend.